Auftraggeberin
privat
Auftragsart
Direktauftrag
Planungs- & Bauzeit
2024-2025
Das 1963 erbaute Stöckli «Hageli» befindet sich seit Generationen in Familienbesitz. Mit dem Umbau wurde das bestehende Gebäude behutsam saniert und durch eine gezielte Umnutzung innerhalb des Bestands an heutige Wohnbedürfnisse angepasst.
Im Zentrum des Projekts stand die Aktivierung des bisher als Garage und Nebenräume genutzten Erdgeschosses. Hier entstand ein offener Wohn-, Koch- und Essbereich mit direktem Bezug zum Garten. Die beiden oberen Geschosse blieben in ihrer Grundstruktur weitgehend erhalten. Eine gedeckte Veranda erweitert den Wohnraum nach Süden und schafft einen fliessenden Übergang zwischen Innen- und Aussenraum.
Die bestehende Fassade war erst jünger mit hellblauen Eternitschindeln erneuert worden, entsprach in ihrer Erscheinung jedoch nur bedingt dem landwirtschaftlichen Kontext. Aus Gründen der Nachhaltigkeit wurde bewusst auf einen erneuten Ersatz verzichtet. Stattdessen wurde die bestehende Fassade durch eine zurückhaltende neue Farbgebung gestalterisch in die Umgebung eingebunden. Neue Bauteile aus Fichtenholz ergänzen den Bestand und schaffen einen Bezug zur traditionellen Bauweise der Landwirtschaftszone. Der Rückbau des Balkons und gezielte Anpassungen der Fensteröffnungen stärken den ruhigen, landschaftstypischen Ausdruck des Gebäudes.
Neben der energetischen Ertüchtigung und der Erneuerung der Haustechnik wurde auch die Umgebung naturnah aufgewertet. Entsiegelte Flächen und neue Bepflanzungen mit Obst- und Laubbäumen fördern die Biodiversität und verankern das Haus stärker in seiner landschaftlichen Umgebung.
Entstanden ist ein zeitgemässes Wohnhaus, das mit gezielten Eingriffen neue räumliche Qualitäten schafft und gleichzeitig einen ressourcenschonenden Umgang mit dem Bestand aufzeigt.